Selbstportrait, 2011 (Bild anklicken für weitere Büsten)
GERHARD ROESE - BILDHAUER
Gerhard Roese's Werkgruppen enthalten meist nur Arbeiten einer, manchmal aber auch mehrere Gattungen. Man kann in den Werkgruppen gut sehen, wie die Gattungen entstehen um das jeweilige Thema zu gestalten. Denn ganz oben steht immer das Thema der Werkgruppe - die Technik entsteht in der Folge, als Mittel zum Zweck. Folgende Gattungen gehören zu des Künstler's Repertroire - Photoplastiken (Aluguss), Layersculptures (Aluguss & Holz), Stahlskulptur, Sandguss Plastiken, Betonplastik, Gipsarbeiten, Mischtechnik (Textil, Holz Kunststoffe)
Die Gattungsbezeichnung “PHOTOPLASTIKEN” beschreibt Gegenstände des Künstlers nach dem Motto: “Die Imagination des Unsichtbaren”. Dafür verwendete er MDF-Platten und glasklares Plexiglas. Der Katalog zu einer Ausstellung von 1999 (Mainz, Herausgeber Dr.Uwe Emig, Heppenheim, masterboock ) erklärt es wie folgt: “Sie sind meistens in den gegensätzlichen Farben schwarz und weiss gehalten. Luft, Licht und Schatten gehören dazu, aber keine Schatten erzeugt durch Strahlerlampen. Das natürliche Licht der Räume, Tageslicht, sorgt für die Schatten. Diese ändern sich bei Sonnenlicht oder künstlichem Licht und das Bild lebt, dennoch ist es starr. Das „schwarz“ ist der eine Layer, das „weiß“ ist der zweite Layer. Das „weiß“ ist eine eigene Sache, nicht bloß Hintergrundfarbe. Doch, der Hintergrund ist wichtig und sollte auch weiß sein - als Ebene der Schattenprojektion, als vierter Layer. Der dritte Layer ist der Abstand der Arbeit zur Wand. Denn der Schatten ist variabel und eine Folge der Beleuchtung. Er gibt der Sache Tiefe. Und er lässt die Kontur des „Weißen“ sichtbar werden. Er ist, sozusagen, der Schlagschatten des Schlagschattens. Das „Weiß“ ist der Schlagschatten innerhalb des Motivs. Und das Motiv ist aus dem schwarzen Layer herausgeschnitten. Die Kombination der gegebenen Layer macht es. Aus ihr ergibt sich die Rekonstruktion des Motivs. Die Rekonstruktion ist alles! Der Begriff “Photoplastik” erscheint bereits zuvor schon benutzt worden zu sein. Die Art von Skulptur, auf die er angewandt worden ist aber nicht. So ergab die Suche nach einem entsprechend ungebrauchten Begriff, die Gattungsbezeichnung:
"layersculptures"
Gerhard Roese's neuesten Kreationen sind eben diese "layersculptures" in Bronze oder Aluminium, deren Lagen (layers) verschieden dick sind und fotografisch ermittelte Schatten darstellen. Bei Einfall von künstlichem oder natürlichem Licht durch die Oeffnungen wird hierdurch eine Art Schattenspiel hervorgerufen. Die folgenden Abbildungen zeigen in etwa den Ablauf des Entstehens einer solchen Skulptur, diese mit der Bezeichnung "Pantheteus", 18x15x5cm aus Aluminium. Abbildung1 zeigt die Vorlage (Foto der Renaissance-Plastik). Abbildung2 zeigt die fotografische Erschliessung des Originals (Blau-schwarz-Grafik). Abbildung3 zeigt das Styropormodell (Verglüht beim gießen). Abbildung4 zeigt die Frontalansicht der Plastik mit Lichteinfall von hinten. Das Aluminium (Schattenlayer) ist naturbelassen, nur der Formatlayer ist vergoldet.
LAYERSCULTURES ist die Transformation des Gegenstandes in sein Abbild und dessen Zerlegung in Umrisskontur und Schattenflächen, die anschließend in eine unabhängige dreidimensionale Form zurück überführt werden.
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links: die gegossene Plastik mit Teilvergoldung.
rechts: Ansicht des fertigen Werkes auf einem 1.35m hohen Sockel ausgestellt
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Erklärung des Künstler's bei seiner Eröffnungsrede anlässlich der ersten Ausstellung (öffnen) dieser Skulpturen im November 2008 in Frankenberg/Hessen: "Ich habe Ihnen 8 Götter mitgebracht, beziehungsweise 9 dreidimensionale Portrait-Bilder von diesen Göttern. Und obwohl diese Götterportraits Fotos sind, erblicken Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, vollplastische Metallskulpturen, gegossen aus Bronze oder Aluminium und teilweise vergoldet. Aber vor allem werden Sie sehen, dass Sie den Gott nicht sehen werden. Er bzw. sie bildet nämlich eine Fehlstelle im Götterbild. Dieses Loch wird teilweise mit Schattenflächen ausgefüllt, die zum Zeitpunkt der fotografischen Fixierung des Portraits auf den göttlichen Oberflächen lagen. Diese Schatten und die Umrisskontur im Block des Götterbildes, sind die Spuren, die ich Ihnen gelegt habe um sich die Gottheiten in Ihrer je eigenen Imagination selbst zu erschaffen".
Im nachfolgenden Abschnitt sind verschiedene Ideen dieser Plastikform in Beton-& Bronzeguss verwirklicht worden (Bilder anklicken fuer Gesamtansicht):
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"ROESE", 2011; a)Vorderseite , b)Rückseite; Abmasse= 65 (B) x 69 (H) x 9 cm (T), Aluguss, Gewicht ca 8 kg..........c. "Das Knie", 2011, Aluguss 40 x 49 x 9 cm.
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.Hase, Bronzeguss, 2010 .........................Epitaph, MDF, 132.5x75.6, 2010 ................Glühbirne, Aluguss 2009
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DENKMAL, 2008, Sammlung Kunstarchiv Darmstadt ..... Kruzifix, 2009, Bronze (Privatsammlung)
Rückblick auf frühere Arbeiten
Bild anklicken für Einzelansicht
"Zwischen Abstraktion und Figur, Relief und Plastik pendeln die Arbeiten von Gerhard Roese hin und her. Er macht die Leerstelle, das Ausgeschnittene, zur eigentlichen Form".
Die Skulptur wurde 2007 zeitweilig im Elisabethen-Stift der Stadt Darmstadt ausgestellt.
Fotoplastik, 117,5 x 97,5 cm
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"o.k.-Hand", 2006, für das Lautertaler Rathaus. Gemeinde erwirbt Werk des Künstlers Gerhard Roese
Im Rathaus der Gemeinde Lautertal übergaben Bürgermeister Jürgen Kaltwasser (SPD) und SPD-Gemeindevertreter Marco Mazza gemeinsam das Bildnis "o.k-Hand" an die Öffentlichkeit. Sie ist ein Werk des Darmstädter Bildhauers Gerhard Roese. Die "o.k.-Hand" war Gegenstand der Kunstausstellung zur Siegerehrung des Projektes "Lautertal gemeinsam bewegen - Generationen" der SPD Lautertal und des Jugendrats der Gemeinde (wir berichteten). Die Gemeinde hat das Kunstwerk von Roese gekauft.
MDF, 2006, 110 x 145cm(Privatsammlung Marwan Ramadan)
Gerhard Roese's vorliegenden zwei Arbeiten (Fuss & Gebiss) sind Modelle für den Guß in Bronze. Diese soll so bemalt werden, wie die Modelle. Der Maßstab der Modelle ist wiederum ein Modellmaßstab. Die eigentlichen Plastiken sollen architektonisches Maß haben und aus Beton gegossen und bemalt werden. Ich möchte diese Arbeiten als "s.w.-Foto-Plastiken" bezeichnen. Die Formen entstehen durch ausschneiden eines Gegenstandes entlang seiner Konturen, wie sie ein s.w.-Foto liefert. Daneben gibt es die Restflächen, die sich auf dem Foto um das Motiv herum ergeben. Die Farben der Plastiken, wiewohl dekorativ in der Wirkung differenzieren zwei formale Ebenen der Plastiken. Grau sind die Flächen, die den Block beschreiben, zu dem die "Restflächen" des ursprünglichen s.w.-Fotos umgewandelt wurden. Weiß sind die Flächen, die das herausgeschnittene "Motiv" beschreiben.
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1="Fuß" ... 2="Gebiss" ... 3="Plus weiss IV", MDF 38 x 41 cm, 2006 ... 4="Faust", Holz & Plexiglass, 36x36x14c, 2006 (im Kulturamt Darmstadt)
Im Fall von »Plus weiss IV« gibt es zwei Konturen: Die erste ist die beschriebene Umrisskontur. Die Zweite ist eine "Binnen-Schattenkontur" des Motivs. Sie entstand auf diesem als "Höhenlinie" an der das das Motiv beleuchtende Licht - sichtbar gemacht durch Übersteigern des Kontrastes des zugrundeliegenden Fotos - abrupt in Dunkelheit umschlug. Zwischen diesen beiden Konturen sind die weißen Flächen innerhalb der Blockstärke ausgespannt. Die übliche Assoziation: Licht - weiß, Dunkel - schwarz wird hier umgekehrt, wie hell und dunkel im Ngativ verkehrt werden. Die weißen Passagen der Plastiken entsprechen den schwarzen Schatten-Umrissen der Motive auf den überkontrastierten s.w.-Fotos. Das "grau" der Blöcke ist der unentschiedene hell-dunkel-Mix sowohl auf dem Negativ, wie auf dem Positiv. Diese Arbeiten laden dazu ein, allgemein bekannte Dinge neu und selbst zu entdecken und daneben (im Wortsinne) als plastisches Ereignis war zu nehmen, was sich üblicherweise nicht so wahrnehmen lässt.
Konzipiert und gemalt waehrend eines Besuches beim Maler Alex Staschko in Wilno-Village im Staat Ontario/Canada, die erste und aelteste geokulturelle polnische Niederlassung im Land, gegründet 1858. Die ursprünglichen Siedler waren Kashubians, die in der Holzwirtschaft tätig waren. Dieses Rad ist ein Relikt des ehemaligen Maschinenparks.
Für eine massstabs-nähere Darstellung HIER einsehen
"Fliegendes Gusseisen-Rad", 1998,
Acrylic auf Baumwolle/Leinwand, 54x84cm